Datum: 22. September 2021 um 8:32
Alarmierungsart: Melder
Dauer: 3 Stunden 28 Minuten
Einsatzart: FEU G — FEU größer Standard
Einsatzort: Schulstraße
Einsatzleiter: Steenbock
Mannschaftsstärke: 29
Fahrzeuge: 26-14-01, 26-44-01, 26-48-01, 26-48-02, 26-59-01, 26-69-01, Polizei, RTW
Weitere Kräfte: Feuerwehr Elmshorn, Feuerwehr Kiebitzreihe


Einsatzbericht:

Die Feuerwehr Horst wurde in Schulstraße zu einem Wohnungsbrand gerufen. Im Folgenden finden sie den Bericht des KFV Steinburg:

Gegen 8.30 Uhr am Mittwoch, den 22.09.2021, wurde Vollalarm für die Wehr Horst/Holstein ausgelöst. Auf den Meldern der Brandbekämpfer war zu lesen: „Starke Rauchentwicklung aus Gebäude“.

Angekommen mit allen Fahrzeugen in der Schulstraße schlugen bereits Flammen aus einem geborstenen Gaubenfenster im 1.Obergeschoss des Mehrfamilienhauses. Zu der Zeit waren keine Personen in der betroffenen Wohnung. Alle anderen im Haus hatten sich bereits in Sicherheit gebracht. So konnten die Einsatzkräfte umgehend mit einem gezielten Innenangriff zur Brandbekämpfung übergehen.

Mit Wasser am Strahlrohr drangen die Atemschutzgeräteträger über die begehbare Treppe zu der im Vollbrand stehende Küche vor. „Anfangs war die Sicht fast gleich null, man sah kaum die Hand vor Augen!“ so die Schilderung der Löschenden später. Nach dem Einsatz eines Überdrucklüfters und einer Wärmebildkamera konnte das Feuer dann schneller lokalisiert werden, da der Rauch aus dem geplatzten Fenster geblasen wurde. Die Sicht wurde besser.

Da zu dem Zeitpunkt eine Brandausbreitung auf das gesamte Dachgeschoss nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden kurz hintereinander die Wehren Kiebitzreihe (zusätzliche Atemschutzgeräteträger) und Elmshorn (Drehleiter) nachalarmiert.

Teilweise hatte sich das Feuer in der Zwischendecke weiterentwickelt, konnte aber durch intensive Suche mit der Wärmebildkamera und anschließender Bekämpfung schnell gelöscht werden. Sicherheitshalber wurden von der Drehleiter aus, Teile der Dachhaut zur Kontrolle geöffnet. Im rollierenden Einsatz waren zehn Atemschutztrupps im Einsatz. Nach Ablöschen der letzten Brandnester stand fest, dass die betroffene Wohnung unbewohnbar ist. Die anderen im Haus blieben dagegen unbeschädigt. Die Wasserversorgung wurde durch Hydranten sichergestellt.

Die Kriminalpolizei nahm noch während der Brandbekämpfung die Ermittlungen auf. Ab 11.15 Uhr konnten die Einsatzkräfte nach und nach abrücken. Die Besatzung des bereitstehenden Rettungswagens brauchten während der Tätigkeiten nicht aktiv einzugreifen.

Über Ursache und Schadenhöhe konnten seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden

Text: Klaus Rahlf (Doku-Team KFV-Steinburg)

Bilder: Klaus Rahlf (Doku-Team KFV-Steinburg), Robert Wermuth