Kategorie: Einsätze

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Horst wurden im Zuge eines Unwetters zu insgesamt sechs wetterbedingten Einsätzen alarmiert. Ein Gewitter mit Starkregen und Hagel (Korngröße bis zu 4 cm) führte in mehreren Bereichen zu erheblichen Schäden.

Zu den Einsatzschwerpunkten zählten überflutete Straßen sowie vollgelaufene Keller, die durch die Einsatzkräfte von den Wassermassen befreit werden mussten. Darüber hinaus kam es durch den Hagel zu Beschädigungen an Dachflächenfenstern, wodurch Wasser in Gebäude eindrang. In betroffenen Werkstätten mussten unter anderem CNC-Fräsen und weitere technische Einrichtungen vor eindringendem Wasser geschützt werden.

Im weiteren Verlauf des Abends erhöhte die Leitstelle West das Alarmstichwort auf „Ausnahmezustand – Wachalarm“. Dies entspricht einer teilweisen Aktivierung des Flächenlagenkonzeptes, um die Vielzahl an Einsatzstellen koordiniert abarbeiten zu können.

Die Kräfte der Feuerwehr wurden zu einer starken Rauchentwicklung auf dem Dach der Elbmarschenhalle alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung erkennbar. Das Feuer befand sich auf der westlichen Gebäudeseite über dem Verwaltungstrakt sowie dem Bereich des Fuhrparks beziehungsweise der ehemaligen Waschhalle.

Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte begannen umgehend mit der Erkundung und Brandbekämpfung im Innenangriff. Ein Angriffstrupp kontrollierte das Gebäude von innen und stellte fest, dass insbesondere die zweite Etage, in der sich mehrere Fahrzeuge befinden, stark verraucht war. Parallel dazu wurde die Drehleiter aus Elmshorn in Stellung gebracht. Die Wasserversorgung erfolgte über einen Hydranten auf der gegenüberliegenden Straßenseite im Bereich des Geschäfts „KiK“ mittels doppelter Zuleitung. Weitere Einsatzfahrzeuge stellten ihre Wasserversorgung über das Gelände sicher.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden die Technische Einsatzleitung (TEL), die Drohnengruppe sowie eine weitere Drehleiter aus Itzehoe nachalarmiert. In enger Abstimmung mit dem stellvertretenden Kreiswehrführer und dem stellvertretenden Amtswehrführer wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet, um die Lage strukturiert abzuarbeiten.

Die Polizei übernahm umfangreiche Absperr- und Evakuierungsmaßnahmen. Betroffen waren unter anderem die Geschäfte Edeka, Aldi, Rossmann, eine Apotheke sowie Elbe Akustik. Zusätzlich musste die Hauptstraße im Bereich der Ampelanlage am Amtsgebäude aufgrund verlegter Schlauchleitungen gesichert werden, da sämtliche Feuerwehrkräfte im Einsatz gebunden waren. Aufgrund der Lageentwicklung wurde die Alarmstufe auf FEU 3 erhöht und ein weiterer Löschzug aus Elmshorn nachalarmiert.

Die Erkundung über die Drehleiter ergab, dass Teile der Photovoltaikanlage auf dem Dach in Brand geraten waren. Durch gezielte Löschmaßnahmen über die Drehleiter konnte das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht werden. Die vor Ort anwesenden Verantwortlichen der Elbmarschenhalle unterstützten die Einsatzleitung mit wichtigen Informationen zum Gebäude sowie durch die Bereitstellung von technischem Personal.

Nach erfolgreicher Brandbekämpfung wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten eingeleitet. Hierzu gehörten die Kontrolle des Dachbereichs auf Glutnester mittels Angriffstrupp, die Überprüfung per Drohne sowie die Belüftung der betroffenen Gebäudeteile. Durch das Brandereignis wurde eine Dachluke beschädigt. Zudem löste im vorderen Bereich des Fuhrparks die Sprinkleranlage aus, wodurch es zu erheblichen Wasserschäden kam.

Zur weiteren Sicherung der Einsatzstelle wurde durch den Betreiber eine Elektrofachfirma hinzugezogen, die die Photovoltaikanlage spannungsfrei schaltete und beschädigte Leitungen sicherte. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf und ordnete die Sperrung des Dachbereichs nach Abschluss der Maßnahmen an.

Für die eingesetzten Atemschutzgeräteträger wurde eine Einsatzstellenhygiene eingerichtet, um eine ordnungsgemäße Reinigung und Versorgung sicherzustellen. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden die meisten Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen. Lediglich ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Horst verblieb zur Absicherung der Arbeiten an der Photovoltaikanlage als Brandwache vor Ort.

Insgesamt waren rund 95 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter die Feuerwehr Horst mit 38 Kräften sowie die Feuerwehren aus Kiebitzreihe, Elmshorn und Itzehoe, der Rettungsdienst, die Technische Einsatzleitung und die Drohneneinheit.

Nach Abschluss aller Arbeiten und dem Wegfall der Brandwache wurde die Einsatzstelle in Absprache mit der Polizei an den Eigentümer übergeben. Anschließend rückten die letzten Kräfte wieder ein.

Foto: KFV Steinburg

Nr. 49/2026 FEU – Feuer Standard Zusatzinfo: Brand/ Rauchentwicklung

9. Juli 2026 von

Die Feuerwehr Horst wurde erneut nach Schönmoor alarmiert. Neben der Feuerwehr waren auch Polizei und Rettungsdienst vor Ort. Aufgrund von Glutnestern des Feuers vom Vortag kam es zu einer leichten Rauchentwicklung. Die betroffenen Bereiche wurden freigelegt und abgelöscht. Im Anschluss rückten die Einsatzkräfte wieder ein.

Am frühen Mittwochmorgen wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Horst zu einem Brand nach Schönmoor alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war ein deutlicher Feuerschein sichtbar.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle befand sich ein leerstehendes Reetdachhaus bereits in Vollbrand. Die Polizei war zu diesem Zeitpunkt schon vor Ort. Aufgrund der intensiven Brandentwicklung konnte der Löschangriff ausschließlich von außen durchgeführt werden; ein Innenangriff war nicht mehr möglich.

Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr Kiebitzreihe nachalarmiert, die mit zwei Löschfahrzeugen und 15 Einsatzkräften an der Einsatzstelle eintraf. Für die Wasserversorgung mussten zwei lange Wegstrecken zu den nächstgelegenen Hydranten aufgebaut werden.

In der Anfangsphase des Einsatzes waren drei Atemschutztrupps im Außenangriff eingesetzt, zusätzlich stand ein weiterer Trupp aus Kiebitzreihe in Bereitstellung. Der Rettungsdienst sicherte den Einsatz ab.

Im weiteren Verlauf wurde der Netzbetreiber zur Abschaltung der Stromversorgung angefordert. Zudem unterstützte ein Bagger die Löscharbeiten. Ein vorhandener Gastank wurde vorsorglich mit einem Strahlrohr gekühlt.

Nach Eintreffen des Baggers wurde das Gebäude in enger Zusammenarbeit Stück für Stück zurück gebaut, um verbliebene Glutnester gezielt ablöschen zu können. Aufgrund der besonderen Brandlast des Reetdaches wurden zusätzlich 10 Liter des Löschmittelzusatzes F500 eingesetzt, um eine effektivere Brandbekämpfung zu gewährleisten.

Nach Abschluss der Löscharbeiten und einer abschließenden Kontrolle durch den Einsatzleiter wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

Nr. 47/2026 FEU K BMA – Auslösung Brandmeldeanlage

3. Juli 2026 von

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Horst wurden zur Löschhilfe nach Kiebitzreihe alarmiert. Vor Ort wurde ein Defekt an einem Rauchmelder festgestellt und somit konnten die Kameraden ohne Tätigkeit aus dem Einsatz entlassen werden.